„Wie ich die Schreibnacht erlebt habe“: Gespräch mit Germanistikstudentin Birte Küper

Germanistikstudentin Birte Küper Uni Kassel
"Die Uni sollte so etwas öfter anbieten", meint Bachelorstudentin Birte Küper nach der Langen Schreibnacht in der UB Kassel.

Sie lacht kurz und lässt sich auf ein Foto und ein Gespräch ein. Nein, das Gespräch nicht jetzt, in der Nacht soll sie ja in Ruhe schreiben. Aber nächste Woche… Birte Küper studiert im sechsten Semester Germanistik im Hauptfach und Soziologie im Nebenfach. Sie steht kurz vor dem Abschluss ihrer Bachelorarbeit und war das erste Mal bei der Langen Schreibnacht am 19./20. Juli mit dabei. Jetzt gab sie über ihre Schreiberfahrungen Auskunft.

Was hat Sie motiviert zur Schreibnacht zu kommen? – Es war das Rahmenprogramm, die Hoffnung auf Motivation durch ein gutes Arbeitsklima und positive Erzählungen von Kommilitonen.

Welche Schreibmethoden haben Sie? – Ich lege mir von dem Schreiben einen Wochenplan zurecht, den ich versuche einzuhalten. Ich würde mich aber keinem konkreten Schreibtyp zuordnen. Das ändert sich bei mir immer mal phasenweise. Mal schreibe ich motiviert stundenlang, auch ohne Zeitdruck. Manchmal räume ich die Wohnung auf und habe tagelang anderes, „wichtiges“ zu tun, bevor ich anfange. Oft fange ich auch recht zügig an und lasse die Arbeit dann vorm Korrekturprozess wieder tagelang liegen.

Was hatten Sie sich für die Schreibnacht vorgenommen und zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?– Ich habe mir vorgenommen bis Seite 23 meiner Bachelorarbeit zu kommen. Dieses Ziel habe ich erreicht, weil ich in Ruhe dazu kam, an meiner Arbeit zu schreiben.

Haben Sie schon einmal Literatur über wissenschaftliches Schreiben zu Rate gezogen? – Zum wissenschaftlichen Schreiben habe ich in der langen Schreibnacht einen Kurs besucht. Sonst schaue ich ab und an in das Buch „Wissenschaftliches Arbeiten für Linguisten“ von Björn Rothstein. Die meisten Dozenten haben auf ihren Homepages Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten, an denen ich mich orientiere.

Haben Sie Schreibvorbilder?– Nein.

Welche Software und welche Geräte benutzen Sie für Ihre Schreibarbeit?– MS-Word, Netbook.

Benutzen Sie eine Literaturverwaltung? – Teilweise.

Nehmen Sie Schulungen und Schreibberatung in Anspruch? – Ja, ich habe eine Citavi-Schulung mitgemacht. Von Schreibberatungsschulungen hab ich bis zur langen Schreibnacht noch nie etwas gehört.

Birte Küper und Kathrin Hirt in der Langen Schreibnacht UB Kassel
An den Semesterapparaten der BB 4: Birte Küper (rechts) kam wie ihre Kommilitonin Kathrin Hirt (Politikwissenschaft, Gesundheitsmanagement) zur Schreibnacht mit einer Isomatte in die Bibliothek.

Dann war so etwas in den ersten beiden Semestern auch nicht Pflicht? – Nein.

Wie fanden Sie die Atmosphäre der Schreibnacht, wie die Organisation? – Die Atmosphäre der langen Schreibnacht war wunderbar produktiv. Man hatte gar nicht das Gefühl, dass es nachts ist. Der Austausch mit den Kommilitonen und die vielen Stellen, an denen man sich erholen oder aber Anstöße für’s Arbeiten holen konnte, waren sehr nützlich. Diese Nacht hat mir sehr gut gefallen, wobei ich sonst lieber zu Hause sitze und schreibe, da ich da meine Bücher, meine Küche und alles, was man sonst noch so braucht, um mich habe…

Hat etwas gefehlt? -Nein. Als Projekt für einige produktive Nächte würde ich mir allerdings wünschen, dass die Uni eine solche Nacht öfter anbietet, da es echt hilft, Motivation und einen Anstoß für offene Arbeiten zu finden.

Vielen Dank für das offene Gespräch!

Lese-Tipp PUMA-Blog: Experte erklärt nächtlichen Schreiberfolg

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