DFG bewilligt Publikationsfonds : jetzt in Open Access Zeitschriften kostenfrei veröffentlichen

Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) verzeichnet einen mehr als achtfachen Anstieg in den vergangenen neun Jahren
Es geht bergauf: das Directory of Open Access Journals (DOAJ) zeigt, dass sich die Zahl der verzeichneten wissenschaftlichen OA-Zeitschriften in den letzten zehn Jahren mehr als verachtfacht hat.

Eine gute Nachricht für die Open Access-Initiative gab es unlängst, als bekannt wurde, dass die Deutsche Forschungs-Gemeinschaft (DFG) den von der Universität Kassel beantragten Publikationsfonds in vollem Umfang bewilligt. Somit stehen der Universität im nächsten Jahr 10.000 Euro zur Verfügung, mit denen sie die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften finanzieren und somit den Wissenschaftlern der Universität die Veröffentlichungskosten abnehmen kann. Die Uni Kassel befindet sich mit dieser Aktion in bester Gesellschaft, denn eine Reihe großer und renommierter deutscher Universitäten, wie z.B. Göttingen, Berlin, Bayreuth, Freiburg, Münster und Hannover nutzen bereits diesen Publikationsfonds.

In einem Dossier zu Open Access schreibt die DFG auf ihren Internet-Seiten: „Oftmals hohe Lizenzgebühren für elektronische Publikationen erschweren den wissenschaftlichen Austausch. Demgegenüber können über das Internet entgeltfrei zugängliche elektronische Publikationen (Open Access Publikationen) ohne jede Einschränkung rezipiert werden […]. […] Deshalb hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft am 22. Oktober 2003 die „Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“  unterzeichnet und sich so zu den Bemühungen bekannt, den Fortschritt der Wissenschaft durch die Forderung nach leicht zugänglichen, frei verfügbaren elektronischen Publikationen zu unterstützen und die auf der Dokumentation des kulturellen Erbes aufsetzende Forschung zu erleichtern.“

„Die Bewilligung der beantragten Gelder ist ein schöner Erfolg für die Universität, genauso wie für die Open-Access-Bewegung,“ so der leitende Bibliotheksdirektor Dr. Axel Halle. „Den Eigenanteil in Höhe von 2.500 Euro, den die Universitätsbibliothek dabei zusteuern muss, bringen wir mit Freude auf.“

Im Juni diesen Jahres berichteten wir bereits über die Beantragung der Gelder und auch darüber, dass sich die Universitätsbibliothek entschlossen hatte, bereits für das laufende Jahr einen Fonds in Höhe von 5.000 Euro aus eigenen Mitteln bereitszustellen, um Wissenschaftler für die Open-Access-Sache zu gewinnen (s. „Weg mit den Kosten : der Open Access-Publikationsfonds der Universitätsbibliothek Kassel“ vom 3.6.2013).

Eine erste Veröffentlichung konnte bereits finanziert werden: Prof. Garcia schrieb über „Squeezed Thermal Phonons Precurse Nonthermal Melting of Silicon as a Function of Fluence“ in Ausg. 3/2013 der Physical Review X . Seine Publikation ist hoffentlich nur der Auftakt für eine weitere Reihe von Veröffentlichungen unserer Wissenschaftler.

Open Access-Beauftragter der Universitätsbibliothek Kassel: Dr. Tobias Pohlmann
Dr. Tobias Pohlmann

Sollten Sie Fragen rund um den neuen Publikationsfonds haben, steht Ihnen der Open Access-Beauftragte der Bibliothek, Dr. Tobias Pohlmann, gern zur Verfügung.

Darüber hinaus werden wir an der alljährlich im Oktober stattfindenden  Open Access Week mit einem Infostand auf dem Campusgelände am Holländischen Platz vertreten sein. Ziel der Aktion ist es, „das Thema Open Access weltweit an vielen verschiedenen Orten während dieser Woche lokal aufzugreifen, um für den freien Zugang zu Wissen und Information aus öffentlich geförderter Forschung zu werben und vor Ort zu informieren“.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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