ORKA – digitale Schatzkammer der UB

Ein Beitrag von Dr. Brigitte Pfeil, Leitung Abteilung IV: Landesbibliothek, Leitung Sondersammlungen, Fachreferentin für Handschriften und Buchwesen

Kürzlich haben wir hier über ORKA, das Onlinearchiv der Universität Kassel berichtet und darüber, dass wir die Rekordmarke von 500.000 erreicht haben. 500.000 digitalisierte Seiten in rund sechs Jahren, das ist schon eine Hausnummer für eine Bibliothek unserer Größe. Und natürlich sind wir auch ein bisschen stolz darauf, dass unser Online-Angebot stetig wächst und wir so unsere historischen Sammlungen Stück für Stück besser öffentlich zugänglich machen können.

Grimm-Dokumente

Neben den weltweit bekannten Highlights Hildebrandlied und Willehalmcodex, den Schütz-Musikalien und den Handexemplaren der Kinder- und Hausmärchen der Grimms finden Sie auf ORKA auch allerlei Unerwartetes, so beispielsweise ein ägyptisches Sargfragment aus der Sammlung orientalischer Handschriften oder Kurioses wie unsere Zauberhandschrift.

Unser historischer Bestand ist so umfangreich, dass wir bis heute nicht für jedes einzelne Objekt über eine exakte Inhaltsbeschreibung verfügen, denn er umfasst ca. 30.000 Handschriften und Autographen, zigtausend wertvolle Musikalien sowie Inkunabeln, Alte Drucke, seltene historische Karten und Zeitschriften, aber auch eine bemerkenswerte Anzahl von Fotografien und Nachlässen.

Nutzerorientierte Digitalisierung und DFG-Projekte

Kein Wunder also, dass wir immer wieder Neues entdecken, das wir dann auch gerne rasch mit Ihnen teilen wollen, wie das bezaubernde Skizzenbuch aus dem 19. Jahrhundert, das uns im Frühjahr auffiel, oder der kleine Musikernachlass von Richard Kromer, zu dem sein Sohn eine reich bebilderte Kurzbiographie für uns erstellte.

Bei der Auswahl der Objekte für ORKA arbeiten wir gezielt am Ausbau der Angebote mit starkem lokal- oder landeshistorischen Bezug und digitalisieren vielgefragte Hassiaca, wie beispielsweise die Casselische Polizey und Commerzienzeitung, historische Hofkalender, Adressbücher, Fotografien und einschlägige Monographien.

Daneben waren und sind wir mit ORKA in den letzten Jahren eng eingebunden in Kooperations- und DFG-geförderte Projekte zu den Brüdern Grimm, dem Besucherbuch des Fridericianum und den architektonischen Handzeichnungen des Landgrafen Moritz. Ganz aktuell stellen wir mit Blick auf die für 2018 geplante große Landgraf Carl-Ausstellung in Kassel umfangreiches und bisher kaum bekanntes Handschriftenmaterial aus unseren Beständen sukzessive in ORKA ein.

Beim Aufbau unseres digitalen Schaufensters orientieren wir uns aber vor allem am aktuellen Bedarf unserer Nutzerinnen und Nutzer: Sofern es technisch möglich ist, digitalisieren wir von ihnen angefragte Objekte schnellstmöglich und ohne Kosten für den Interessenten und stellen sie dann über ORKA allgemein zur Verfügung. – Falls Sie also für Ihre Forschungen das Digitalisat einer bestimmten Handschrift oder einer historischen Musikalie aus unseren Beständen benötigen, schreiben Sie uns.

Wir haben die Million fest im Blick und arbeiten mit Ihrer Unterstützung an den nächsten 500.000 Seiten für ORKA!

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