Citavi für Promovierende

Dieses Jahr bekommen die Doktorandinnen und Doktoranden unserer Hochschule ein eigenes Nikolausgeschenk: Am 6. Dezember bieten wir speziell für Sie eine Citavi-Schulung an: In dieser Schulung stellen wir Ihnen das Literaturverwaltungsprogramm vor und zeigen Ihnen die wichtigsten Tricks und Kniffe, wie Sie Citavi für Ihre Doktorarbeit nutzen können.

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Citavi hilft Ihnen bei Ihrer Doktorarbeit

Sie haben bisher Ihre Titelangaben und Ihre Textstellen per Hand eingegeben und jedes Komma und jeden Punkt einzeln in Ihre Quellen gesetzt? Das hat mit Citavi ein Ende: Ihre komplette Literatur, ihre Zitate, alle Notizen und Ihre Gliederung können Sie mit Citavi organisieren und später kinderleicht in Ihre eigene Arbeit integrieren. Nie wieder brauchen Sie sich Gedanken um einen einheitlichen Zitationsstil zu machen – Citavi nimmt Ihnen diese Arbeit ab!

Neugierig geworden? Dann besuchen Sie unsere Schulung Geplant – Gesucht – Geordnet: Doktorarbeit schreiben mit Citavi am 6. Dezember 2017 um 9 Uhr im Schulungsraum der Campusbibliothek.
Weitere Info und Anmeldung unter  Graduiertenakademie.

Wir freuen uns auf Sie!

Verschollene Gänseliesel wiederentdeckt

Auf dem Dachboden der Murhardschen Bibliothek in Kassel wurde bei der Durchsicht älterer Geschenke die seit Jahrzehnten verschollene Orchesterfassung der Märchenoper ‚Gänseliesel‘ von Luise Greger (1862 – 1944) wiederentdeckt.

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Luise Greger, 1899

Bekannt war bisher lediglich ein Klavierauszug der im Dezember 1933 in Baden-Baden unter großem Applaus uraufgeführten Märchenoper. Dieser hatte 2012 als Grundlage für die Rekonstruktion und kammermusikalische Aufführung des Stücks in Kassel gedient. Der überraschende Fund, im Jahre ihres 155. Geburtstags, stammt aus dem Spätwerk der produktiven und beliebten Kasseler Komponistin und Kammersängerin.

Als jüngstes von vier Kindern 1862 in Greifswald geboren, erhielt Luise schon früh Klavier- und Kompositionsunterricht und besuchte in den 1880er Jahren die Königliche Musikhochschule in Berlin. Sie heiratete 1888 den Arzt Ludwig Greger, aus der Ehe gingen drei Söhne hervor. 1894 eröffnete das Paar eine erfolgreiche Kuranstalt in der Burgfeldstraße in Kassel-Wilhelmshöhe. In der Folgezeit konnte Luise Greger sich nur noch eingeschränkt der Musik widmen. Erst nach ihrer Scheidung 1911 wirkte sie wieder verstärkt als Sängerin, Pianistin, Liedkomponistin und Gastgeberin in ihren musikalischen Salons.

Nach dem Tod ihres ältesten Sohnes Helmuth, mit dem sie eine enge Beziehung verband, zog Luise Greger 1939 in das so genannte „Siechenhaus Hofgeismar“. Von dort aus wurde sie im Dezember 1943 im Rahmen des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms mit einem Sammeltransport in die psychiatrische Anstalt Merxhausen verlegt, wo sie infolge gezielter Unterversorgung im Januar 1944 starb. Ihr Grab befindet sich auf dem Wahlershäuser Friedhof in Wilhelmshöhe.

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Luise Greger: Gänseliesel, 1933, Orchesterfassung, 1. Violine

Gregers etwa 170 Liedkompositionen, unter anderem zu Texten von Theodor Storm und Johann Wolfgang von Goethe, wurden über die Grenzen Deutschlands hinaus geschätzt und aufgeführt. Die Märchenoper ‚Gänseliesel‘ zählt zu Luise Gregers letzten Werken. Das Libretto basiert auf dem Märchenspiel der in Baden-Baden ansässigen etwa gleichaltrigen Emilie Riedel (1861-1945). Der Text erschien um 1933 als Privatdruck und ist heute nur noch in drei Exemplaren nachweisbar.

Das Märchenspiel in 10 Bildern erzählt die Geschichte der Gänseliesel, einem Waisenkind aus Hungersdorf, das sich auf den Weg zu Verwandten nach Glücksdorf macht. Auf dem Weg schläft sie im Spukwald ein und gelangt in ein Zauberreich, wo sie auf allerlei Elfen und andere Gestalten trifft, die Liesel zu einem Tanz im Mondschein auf die Elfenwiese führen. Während die Verwandten die Ankunft des Mädchens erwarten, macht sich der Ziegenhirte Peter, Liesels bester Freund, auf die Suche nach ihr. Nachdem er die träumende Liesel geweckt hat, wandern sie gemeinsam nach Glücksdorf, wo das Kind von der Begegnung mit den Zauberwesen berichtet. Der letzte Teil enthält die Schilderung eines Tanzfestes zu Erntedank, der Feier des Nikolaustages und des Kirchgangs am Weihnachtsabend. Mit einem Happy End und einer weihnachtlichen Friedensbotschaft endet das Stück.

Der überraschende Fund der Märchenoper beflügelt auch Überlegungen zu einer umfassenderen Würdigung der Komponistin anlässlich ihres 75. Todestages 2019, unter Beteiligung der Familie und des Furore-Verlags Kassel, der sich seit Jahren stark für das Werk Luise Gregers engagiert.
Das historische Original der Musikalie wurde in der Universitätsbibliothek Kassel digitalisiert und ist über das Onlinearchiv der Universität ORKA weltweit und kostenfrei zugänglich.

Digitalisat: https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1511175017375/1/

Kontakt:
Dr. Brigitte Pfeil
Universitätsbibliothek Kassel
Leitung Abteilung IV: Landesbibliothek, Leitung der Sondersammlungen
Telefon +49 561 804-7344
pfeil@bibliothek.uni-kassel.de

 

Leitsystem für Lernplätze

Die Suche nach einem freien Lernplatz in der Bibliothek ist mitunter etwas mühselig. Mit dem neuen Seatfinder der Universität wird dies bald deutlich einfacher:

Ampel, Fußgängerampel, Ampelmännchen

In einem im Oktober 2017 angelaufenen Projekt soll die Einführung eines Leitsystems für Lern- und Arbeitsplätze an der Universität Kassel umgesetzt werden. Zunächst ist das Leitsystem für die beiden größten Lernräume der Universität, das LEO und die Campusbibliothek, vorgesehen. Das Projekt soll bis Ende des Sommersemesters 2018 abgeschlossen sein. Projektpartner sind das IT-Servicezentrum, das Servicecenter Lehre und die Universitätsbibliothek.

Der Seatfinder soll Sie nach dem Muster eines Park-Leitsystems zu freien Arbeitsplätzen am gewünschten Lernort führen. Über den Wegweiser auf einer Webseite wird das aktuell verfügbare Platzangebot auf einen Blick erfassbar (oder sichtbar). Die Informationen werden aus den aktuellen WLAN-Daten abgeleitet, grafisch aufbereitet und in Echtzeit zur Verfügung gestellt.

Wie so etwas aussehen kann, das ist an anderen Universitäten schon zu sehen. Zum Beispiel in Tübingen.

Gute Nachrichten also: In Zukunft können Sie bereits vor Ihrem Besuch in der Campusbibliothek oder im LEO prüfen, wie groß Ihre Chancen sind, dort einen freien Platz zu finden und wo sich dieser Platz befindet. In einer weiteren Ausbaustufe ist diese Orientierung dann sogar Lernort- bzw. sogar Standort-übergreifend möglich.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!