UB erhält bedeutenden Briefnachlass

Ein mehr als 1.000 Briefe umfassender Teilnachlass von Rebecka Mendelssohn Bartholdy und Gustav Dirichlet geht in das Eigentum der Universitätsbibliothek Kassel über.

Die Philosophisch-Politische Akademie e.V. mit Sitz in Bonn überträgt der UB Kassel in großzügiger Weise das Eigentum am Teilnachlass Dirichlet, um diesen für die Kultur- und Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts außerordentlich bedeutsamen Bestand in seiner Gesamtheit für die Öffentlichkeit zu erhalten und dessen freie Zugänglichkeit auf Dauer sicherzustellen.

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Brief von Rahel Varnhagen an Rebecka Dirichlet vom 21. Mai 1832

Die Briefe stammen aus dem Nachlass des früh verstorbenen Philosophen Leonard Nelson (1882-1927), eines Urenkels von Rebecka und Gustav Dirichlet, der seine Bibliothek und seinen weiteren Besitz der Philosophisch-Politischen Akademie (PPA) vermacht hatte. Sie waren in der Zeit des nationalsozialistischen Unrechtsstaats in die Landesbibliothek Kassel überführt und seither dort aufbewahrt worden.

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ORKA knackt die 600.000-Marke

ORKA ist die digitale Schatzkammer und das Onlinearchiv der Universität Kassel für Handschriften, Nachlässe, Fotos, Musikalien, Zeitschriften, Monografien und Karten. Sukzessive werden hier die wertvollen historischen Bestände der Landesbibliothek und der Murhardschen Bibliothek verzeichnet. Nachdem wir im August 2017 über das Erreichen der 500.000-Seiten-Marke berichtet hatten, können wir nun nach knapp anderthalb Jahren vermelden: Die 600.000-Seiten-Marke ist gefallen.

Grimm-Dokumente

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ORKA goes Crowdsourcing

An der Entschlüsselung von historischen Dokumenten der Universitätsbibliothek Kassel können sich ab sofort Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Möglich macht dies eine neue Crowdsourcing-Funktion in den Online-Archiven ORKA und Grimm-Portal.

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Crowdsourcing-Arbeitsfläche mit einem Brief von Wilhelm Grimm an David Theodor August Suabedissen vom 23. Dezember 1816

Die Universitätsbibliothek erhält Verstärkung bei der Erschließung ihrer wertvollen Schätze. Tausende von historischen Fotografien, gedruckten und handschriftlichen Dokumenten warten auf ihre Entschlüsselung. Bisher konnten diese über das Onlinearchiv der Universität ORKA und das Grimm-Portal ausschließlich recherchiert und genutzt werden. Mit der neuen Funktion steht für die wissenschaftliche Erforschung und Erschließung dieser Quellen ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich auch Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Eingabe von Daten beteiligen können.

Am Mittwoch, 20. Juni, um 18 Uhr im Freiraum der Grimmwelt, Kassel werden die Funktionalitäten des neuen Instruments zur Bürgerbeteiligung vorgestellt.

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Schenkung schließt Bestandslücken

DruckZahlreiche wertvolle Druckerzeugnisse aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts übergab der Inhaber des Melsunger Bernecker-Verlags, Conrad Fischer, kürzlich an die Universitätsbibliothek Kassel. Die großzügige Spende umfasst mehr als 150 Drucke und Zeitungsbände.

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Historische Drucke aus dem Heimatschollen-Verlag

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ORKA-Bestände in der Europeana

Die Europeana vernetzt die digitalen Bestände der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Europa und macht sie zentral zugänglich. Über ihr Portal bietet sie freien Zugang zu digitalisierten Kunstwerken, Büchern, Musikstücken, Denkmälern, Filmen, Urkunden und vielen anderen Schätzen des europäischen kulturellen und wissenschaftlichen Erbes. Nationales Pendant und „Aggregator“, ist die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB).

Europeana

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Zuwachs für Grimm-Sammlung

DruckEin Beitrag von Dr. Brigitte Pfeil, Leitung Abteilung IV: Landesbibliothek und Leitung Sondersammlungen

Mit dem Ankauf mehrerer Briefe von Wilhelm Grimm aus den Jahren 1815 bis 1816 auf einer Auktion konnte die UB Kassel ihre umfangreiche Sammlung um ein paar interessante Originale ergänzen.

 

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Signatur:


Das kleine Konvolut enthält sechs Briefe an den Theologen und Pädagogen David Suabedissen, die sich bisher in Privatbesitz befanden. Suabedissen – gut ein Jahrzehnt älter als die Brüder Grimm – gehörte zu deren näherem Bekanntenkreis in Kassel und stand bis zu seinem Tod 1835 über mehr als zwei Jahrzehnte in regem brieflichem Kontakt mit beiden. Die jetzt erworbenen Briefe Wilhelm Grimms an den in Leipzig weilenden Suabedissen entstanden zu einer Zeit, in der Wilhelm Grimm erst seit kurzem den Posten des Bibliothekssekretärs an der Kasseler Landesbibliothek inne hatte.

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UB-Schätze in Carl-Ausstellung

Ein Beitrag von Dr. Brigitte Pfeil, Leitung Abteilung IV: Landesbibliothek und Leitung Sondersammlungen

DruckUnter dem Titel  groß gedacht! – groß gemacht? eröffnet am 16. März 2018 die Landesausstellung zu Landgraf Carl von Hessen-Kassel im Fridericianum. Umfassend in den Blick genommen werden die Person Carls und die wechselvolle Regierungszeit dieses facettenreichen Barockfürsten.

Pressefotos

Hierfür haben wir dem Ausstellungsteam der MHK aber nicht nur einige bereits bekannte schöne Originale aus dem Bestand der Landesbibliothek zur Verfügung gestellt: Weil viele wertvolle Handschriften unseres Hauses aus den ehemaligen Sammlungen der Landgrafen stammen, sind wir darüber hinaus schon im letzten Jahr auf die Suche gegangen, um weitere Schätze aus der Zeit Carls, die sich in unserem Tresormagazin befinden, zu heben und sie rechtzeitig zur Ausstellung über das Onlinearchiv der Universität ORKA zu präsentieren.

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Kasseler Winterwetter 1768

Ein Beitrag von Dr. Brigitte Pfeil, Leitung Abteilung IV: Landesbibliothek und Leitung Sondersammlungen

Bei den Digitialisierungsarbeiten für das Onlinearchiv der Universität Kassel ORKA entdecken wir in unseren historischen Beständen immer wieder einmal ein ganz besonderes Stück, wie etwa kürzlich ein jahrhundertealtes Wettertagebuch aus Kassel, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

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Observations sur les changements du tems faites à Cassel pendant les années 1768-1771, Signatur:
In dieser Handschrift erfasste Johann Matthias Matsko, Mathematikprofessor am Collegium Carolinum, zwischen dem 12. Januar und 30. März 1768 dreimal täglich verschiedene Wetterdaten und verzeichnete akribisch Windrichtung, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und allgemeine Wetterlage sowie die Temperatur: dabei verwandte er gleich drei Thermometer mit Messskalen nach Réaumur, Fahrenheit und l’Isle.

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Handzeichnungen Landgraf Moritz

Unter dem Titel Zwischen Abriss und Invention – Nordhessen in den Zeichnungen des Landgrafen Moritz wird am Mittwoch, 31. Januar 2018 um 19.30 Uhr im Ottoneum (Naturkundemuseum Kassel) die kürzlich im Kasseler Universitätsverlag (kup) erschienene Publikation von Dr. Ulrike Hanschke vorgestellt. Veranstalter ist der Verein für Hessische Geschichte – Zweigverein Kassel.

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Kassel, Kloster Ahnaberg, Ansicht von Süden, Signatur:

Landgraf Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632) genannt »der Gelehrte« und bekannt für seine außergewöhnlich umfassende Bildung (mehrere Sprachen, Alchemie-Forschungen und Komposition…) beherrschte auch die Kunst des Zeichnens. Seine architektonischen Handzeichnungen sind im europäischen Kontext einzigartig. Als umfangreiches Konvolut werden sie in der Abteilung Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Kassel aufbewahrt.

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Verschollene Gänseliesel wiederentdeckt

Auf dem Dachboden der Murhardschen Bibliothek in Kassel wurde bei der Durchsicht älterer Geschenke die seit Jahrzehnten verschollene Orchesterfassung der Märchenoper ‚Gänseliesel‘ von Luise Greger (1862 – 1944) wiederentdeckt.

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Luise Greger, 1899

Bekannt war bisher lediglich ein Klavierauszug der im Dezember 1933 in Baden-Baden unter großem Applaus uraufgeführten Märchenoper. Dieser hatte 2012 als Grundlage für die Rekonstruktion und kammermusikalische Aufführung des Stücks in Kassel gedient. Der überraschende Fund, im Jahre ihres 155. Geburtstags, stammt aus dem Spätwerk der produktiven und beliebten Kasseler Komponistin und Kammersängerin.

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