Die hessischen Bibliotheken betonen: Wir sind Teil der demokratischen Infrastruktur. Ergänzend zum Hess. Bibliotheksgesetz, das Bibliotheken als Orte der Bildung, Kultur, Begegnung und Kommunikation beschreibt, veröffentlichte der Hessische Landesverband im Deutschen Bibliotheksverband sein Positionspapier „Demokratie braucht Bibliotheken“, das für über 1.000 Bibliotheken in Hessen in Zeiten von Desinformationskampagnen und gesellschaftlicher Spaltung eine gewichtige Leitlinie darstellt:

- Bibliotheken sind Ort gelebter Demokratie – sie sind vertrauenswürdige, nicht-kommerzielle Orte, die allen Menschen offenstehen. Sie unterstützen Chancengleichheit als zentrale Voraussetzung demokratische Teilhabe.
- Bibliotheken sichern Informationsfreiheit – sie gewährleisten freien, gleichberechtigen Zugang zu qualitätsgesicherten Informationen und öffnen Türen zur Pluralität des Wissens. Sie vermitteln Informations-, Medien- und Digitalkompetenz.
- Bibliotheken sichern Wissenschaftsfreiheit – sie machen öffentlich finanzierte Forschung zugänglich und sichern den freien Zugang zu Wissen für Forschung, Bildung und Gesellschaft. Sie leisten den Transfer in eine informierte Öffentlichkeit, fördern Bürgerwissenschaften und gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit.
- Bibliotheken sichern Geschichte, Gegenwart und Zukunft – sie sind zentrale Institutionen zur Bewahrung des historischen Erbes und des kulturellen Gedächtnisses der Gesellschaft. Sie verwahren einzigartige Zeugnisse schriftlicher Überlieferung. Sie erschließen und vermitteln diese besonderen Sammlungen. Damit stärken sie die historische Urteilskraft und kritisches Denken und tragen nachhaltigen Sicherung demokratischer Werte bei.
Bibliotheken brauchen dazu
- Politische Rückendeckung und strategische Einbindung
- Verbindliche und zukunftsfähige rechtliche Rahmenbedingungen
- Zukunftsweisende und nachhaltige finanzielle Ausstattung
Den vollständigen Text des Positionspapiers finden Sie hier.
Im Rahmen des Hessischen Bibliothekstags am 11.05.2026 hat der dbv-Landesverbandsvorsitzender Landrat Jan Weckler das Positionspapier dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur überreicht.
Ein Beitrag von Claudia Martin-Konle

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