Kennen Sie das? Von allen Seiten wird die Forderung nach „Forschungsdatenmanagement“ laut: ob Uni, Förderer, Politik, Reviewer, sogar Ihre Vorgesetzten wollen plötzlich wissen, was Sie mit Ihren Daten anstellen. Und ob sie auch schon „open“ sind. Aber keine Panik! Im folgenden Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie selbst „offene“ Daten effektiv vor neugierigen Blicken und ungewollter Nachnutzung schützen.
Manchmal sind die Dinge einfach nur schwarz oder weiß. In aller Regel jedoch gibt es viele Schattierungen. Das ist bei Wissenschaftsverlagen nicht anders. Allzu gerne teilen Forschende sie in eindeutig seriöse Anbieter und betrügerische Raubverlage ein, doch auch hier liegt ein Spektrum verschiedener Ausprägungen vor. Für die Seriosität von Verlagen sprechen z.B. die Durchführung von Peer Reviews (mit variierender Stringenz), eine Indexierung ihrer Zeitschriften in bibliografischen Datenbanken und eine Listung im Directory of Open Access Journals (DOAJ) sowie eine Mitgliedschaft in der Open Access Scholarly Publishing Association (OASPA) und im Committee on Publication Ethics (COPE). Zu den tendenziell unseriösen Merkmalen gehören ein Artikelwachstum, das primär über Special Issues in Verantwortung von Gastherausgebenden generiert wird, ein aggressiver E-Mail-Versand zur Einwerbung von Einreichungen, schnelle Veröffentlichungen und hohe Annahmequoten. Verlage, die zwischen diesen beiden Polen agieren, werden auch als „graue Verlage“ bezeichnet.
Poesie? Lyrik? Gedichte? Interessiert uns doch nicht… Oder doch? Poesie ist eine lebendige Sprache, die unsere Welt bereichern kann. Sie hilft uns, die Welt um uns herum zu verstehen und zu beschreiben, und bietet uns eine einzigartige Möglichkeit, unsere Gedanken und Gefühle auszudrücken. Zum Welttag der Poesie am 21. März präsentieren wir einige Ansätze, die zeigen, wie Poesie unsere Welt bereichern kann.
Ein Aufbruch bedeutet Veränderung, den Schritt ins Unbekannte, den Beginn von etwas Neuem: Mit ihrer neuen Ausstellung beleuchtet die Bibliothek genau diese Momente – in Geschichte, Wissenschaft und Kunst. Unter dem Titel Aufbrüche präsentiert sie prachtvolle Handschriften und Karten und zeigt, wie sich Weltbilder wandelten, neue Entdeckungen gemacht wurden und künstlerische Innovationen Ausdruck fanden.
„Kommt der Berg nicht zum Propheten, muss der Prophet zum Berg gehen“. So dachte man wohl 2014 in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Angesichts bestehender Reputations- und Bewertungsmechanismen publizierten die Forschenden trotz einer zunehmenden Zahl an Open-Access-(OA-)Zeitschriften weiterhin überwiegend in etablierten, jedoch zugangsbeschränkten Subskriptionszeitschriften. Warum dann nicht diese Zeitschriften in OA-Modelle überführen? Im Auftrag von Allianz und HRK begann das Projekt DEAL (inzwischen: DEAL-Konsortium) Verhandlungen mit den drei größten Wissenschaftsverlagen. Neben dem lesenden Zugriff auf deren Zeitschriftenportfolios sollten die Forschenden ihre dortigen Artikel ohne Extrakosten im OA veröffentlichen dürfen. Ein höherer Anteil frei zugänglicher OA-Artikel sollte zur Umwandlung der Zeitschriften und schließlich der Verlage ins OA-Modell führen. Daher sprach man auch von sogenannten „Transformationsverträgen“. Der erste Vertragsabschluss gelang 2019 mit Wiley, der zweite ein Jahr später mit Springer Nature. 2024 kam schließlich auch Elsevier hinzu. Außerhalb von DEAL verhandelten große Bibliotheken vergleichbare nationale Vereinbarungen mit weiteren Verlagen.
Im Rahmen des Förderprogramms der DFG „Open-Access-Publikationskosten“ konnte die Universitätsbibliothek wiederum 246.800 Euro für den hochschuleigenen Publikationsfonds einwerben. Die DFG fördert seit 2014 das Engagement in Kassel für einen Wandel der Publikationskultur hin zum freien Zugang – Open Access (OA) – zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Die jetzige Förderung bezieht sich auf die Jahre 2025-2027.
Am 22. Oktober 2024 gab die Europäische Kommission den offiziellen Start des EOSC EU Node bekannt – ein großer Fortschritt für die europaweite Umsetzung offener Wissenschaft, auch bekannt als Open Science. Doch was bedeutet offene Wissenschaft genau, und warum ist sie (für Europa) so wichtig?
Abbildungsnachweis: UNESCO Recommendation on Open Science. Published in 2021 by the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, 7, place de Fontenoy, 75352 Paris 07 SP, France; This publication is available in Open Access under the Attribution-ShareAlike 3.0 IGO (CC-BY-SA 3.0 IGO) license (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/igo/).Weiterlesen Vom Konzept zur Umsetzung: Wie der EOSC EU Node Forschende unterstützt und Open Science fördert
Am 25. November 2024 lud das UniArchiv der Universität Kassel zu einer besonderen Veranstaltung im Uni:Lokal ein. Unter dem Titel „Mehrgenerationen-Café: Fotografisches Gedächtnis der Universität Kassel“ kamen Alumni der einstigen Gesamthochschule zusammen, um die Geschichte ihrer Alma Mater lebendig zu halten: Darunter waren viele ehemalige Studierende sowie Mitarbeitende aus den verschiedenen Fachbereichen und der Verwaltung, die vor allem in den frühen Jahren an der Gesamthochschule studiert und gewirkt hatten.
Die internationale Sichtbarkeit der bibliophilen Schätze der Bibliothek Brehm (Bad Arolsen) wird zukünftig in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Kassel hergestellt: „Die Digitalisierung und Präsentation von ausgewählten, einzigartigen Handschriften startet 2025“, bestätigten Dr. Hartmut Wecker, Leiter der Bibliothek Brehm, und Claudia Martin-Konle, Leiterin der Universitätsbibliothek, jetzt beim Abschluss der Kooperationsvereinbarung.
Kerstin Braun (Geschäftsführerin Bibliothek Brehm), Dr. Hartmut Wecker (Vorstandsvorsitzender Bibliothek Brehm), Claudia Martin-Konle (Direktorin UB Kassel), Dr. Brigitte Pfeil (Leiterin Handschriftenabteilung UB Kassel) und Philipp Wecker (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Bibliothek Brehm) präsentieren erste Werke der Bibliothek Brehm, die von der UB Kassel digitalisiert werden (v.l.n.r.).Weiterlesen Kooperation vereinbart: Universitätsbibliothek Kassel digitalisiert ausgewählte Bestände aus der Bibliothek Brehm
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich als transformative Kraft in zahlreichen Branchen erwiesen und macht auch vor der wissenschaftlichen Forschung nicht Halt. KI unterstützte Werkzeuge sind nicht nur in der Lage, Datenmengen zu verarbeiten, die für einen Menschen zu komplex wären, sondern sie bieten auch präzise, effiziente Lösungen für alltägliche Herausforderungen in der Wissenschaft. Ein besonders relevantes Feld für den Einsatz von KI-Tools ist die Literaturrecherche. Hier helfen KI-basierte Anwendungen Forschenden, aus der enormen Menge wissenschaftlicher Veröffentlichungen rasch die relevantesten Informationen zu filtern und strukturiert aufzubereiten – so zumindest die Verheißung.
Abb. 1. Künstliche Intelligenz und Bibliothek. Erstellt mit Adobe Firefly.