Fotosammlung

An der Entschlüsselung von historischen Dokumenten der Universitätsbibliothek Kassel können sich ab sofort Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Möglich macht dies eine neue Crowdsourcing-Funktion in den Online-Archiven ORKA und Grimm-Portal.

Bildschirmfoto_Nachgebaut_01

Crowdsourcing-Arbeitsfläche mit einem Brief von Wilhelm Grimm an David Theodor August Suabedissen vom 23. Dezember 1816

Die Universitätsbibliothek erhält Verstärkung bei der Erschließung ihrer wertvollen Schätze. Tausende von historischen Fotografien, gedruckten und handschriftlichen Dokumenten warten auf ihre Entschlüsselung. Bisher konnten diese über das Onlinearchiv der Universität ORKA und das Grimm-Portal ausschließlich recherchiert und genutzt werden. Mit der neuen Funktion steht für die wissenschaftliche Erforschung und Erschließung dieser Quellen ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich auch Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Eingabe von Daten beteiligen können.

Am Mittwoch, 20. Juni, um 18 Uhr im Freiraum der Grimmwelt, Kassel werden die Funktionalitäten des neuen Instruments zur Bürgerbeteiligung vorgestellt.

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Nachruf zum Tode von Hans Germandi

Hans Germandi (1925-2014)

Hans Germandi (1925-2014)

Die Erinnerung an das alte Kassel zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben, war das erklärte Ziel des Kasseler Bürgers und Trägers des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Hans Germandi. Tausende von Filmaufnahmen, Fotografien, Dias und Postkarten hat er über die Jahre gesammelt und sie auf seinen zahlreichen Vorträgen zur Kasseler Geschichte einem  interessierten Publikum weitergegeben.

Hans Germandi sah in der Universitätsbibliothek die Gedächtnisinstitution der Region, die mit ihren modernen technischen Möglichkeiten die Erinnerung an das alte Kassel jedem zugänglich machen soll. Seit Jahren gab es immer wieder intensive Gespräche zwischen Hans Germandi und dem leitenden Bibliotheksdirektor, Dr. Axel Halle. Hans Germandi berichtete ihm immer wieder glücklich, dass er nicht nur in Kassel häufig darauf angesprochen werde, dass seine Vorträge und Bilder in hervorragender Qualität über die Webseiten der Universitätsbibliothek angeschaut werden können. Er war stolz, dass sein archivalisches Erbe auf diesem Wege über seinen Tod hinaus der Bevölkerung und allen, die sich mit Kassel verbunden fühlen, zugänglich bleiben werde. Im Onlinearchiv ORKA der Universitätsbibliothek stehen Sammlungen und Lichtbildervorträge weltweit zur Verfügung. Im April 2013 konnte das Projekt mit der Archivierung einer Sammlung von historischen Postkarten aus seinem Besitz abgeschlossen werden.

Floßbau an der Schlagd - Kassel, 1936

Floßbau an der Schlagd – Kassel, 1936

„Die Universitätsbibliothek schätzt Hans Germandi als unermüdliche Stimme der Erinnerung und bedauert zutiefst seinen plötzlichen Tod,“ so Dr. Axel Halle. „Es ist sein großes Verdienst, dass er nicht nur zu Lebzeiten für diese Erinnerung im Einsatz war, sondern darüber hinaus für die Erhaltung derselben gesorgt und sein Gedächtnis der Universitätsbibliothek Kassel anvertraut hat.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UB, die mit ihm an der Umsetzung dieses Vorhabens gearbeitet haben, erinnern sich gern an die Gespräche mit Hans Germandi, der mit seinem Wissen und seinen Anekdoten aus der „guten alten Zeit“ eine Seite von Kassel lebendig machte, die nur noch an wenigen Plätzen der Stadt zu erleben ist. Als eine Stimme der Erinnerung ist sein unnachahmlicher Kasseler Zungenschlag unvergesslich, und die Namen so mancher Straßen, die seit dem Bombenhagel im Oktober 1943 nicht mehr existieren, bleiben durch seine Erzählungen vielen Menschen im Gedächtnis.

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Portrait eines Mädchens, 1902, Signatur: 75 SF A 0102

 

Neben ihrem Bestand von derzeit ca. 64.000 Bänden, 2.200 Filmen und 95 laufenden Zeitschriften verfügt die Kunsthochschulbibliothek (Bereichsbibliothek 8 ) auch über historische Fotosammlungen, die online über den Dokumentenserver der UB Kassel, ORKA, erreichbar sind.

Einige der verborgenen Schönheiten aus der Studiensammlung zur Technikgeschichte der Fotografie  der Kunsthochschulbibliothek sind derzeit in einer kleinen Ausstellung auf dem Flur der Kunstwissenschaft unter den Themen Portraitfotografie, Landschafts-fotografie, sowie Technikgeschichte der Fotografie
zu sehen. Kuratiert wurde die Ausstellung, die noch bis
11. November zu sehen ist, von Studierenden der Kunstwissenschaft im Rahmen des Seminares Die Anfänge der Fotografie unter der Leitung von Birthe Rieger.

Ort: Kunsthochschule, Kunstwissenschaft, Menzelstr. 13-15, Südbau, 3. Stock
Zeit: Montag bis Freitag 8.00-20.00 Uhr
Führung: am 10.November (Wochenende der Graphik), 13.00-14.00 Uhr

 

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