ORKA

Technikgeschichte digital – Eine Einladung zum Lesen und zum virtuellen Rundflug
Ein Beitrag von Martin Reymer, Leitung Abt. V, Murhardsche Bibliothek

Was das Kasseler Technikmuseum und die Landes- und Murhardsche Bibliothek miteinander verbindet? Nun, sie sind derzeit beide geschlossen und ihre analogen BestĂ€nde nicht oder nur eingeschrĂ€nkt zugĂ€nglich. Aber im Ernst, in der Landesbibliothek gibt es seit Langem eine ansehnliche historische BĂŒchersammlung zur Technikgeschichte, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Überrest der Bibliothek des Landesamtes fĂŒr Kulturgeschichte der Technik an die Landesbibliothek Kassel ĂŒbergeben wurde und dort seitdem als Sammlung Feldhaus gefĂŒhrt wird.

Gedenkblatt von 1925 aus der Sammlung Feldhaus | Bild: ORKA, UB Kassel https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1391155439018/1/

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Immer schon online 
 ORKA

In Zeiten wie diesen, in denen neben den Bibliotheken auch alle anderen kulturellen Einrichtungen des Landes wie KonzertsÀle, Museen und Archive bis auf Weiteres geschlossen sind, suchen viele dieser Institutionen Wege, wie sie ihre Veranstaltungen, Ausstellungen und BestÀnde dennoch an die interessierten Nutzer*innen, Zuschauer*innen und Zuhörer*innen bringen können. Auch wir als UniversitÀtsbibliothek Kassel möchten unsere Nutzerschaft in Zeiten der geschlossenen GebÀude erreichen und ZugÀnge bieten, unter dem Motto: Online geöffnet.

ORKA – Das Onlinearchiv der UniversitĂ€tsbibliothek Kassel

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ORKA, das Onlinearchiv der UniversitĂ€t Kassel – gewissermaßen deren digitale Schatzkammer – wird von uns gehegt und gepflegt. Das bezieht sich nicht nur auf die stĂ€ndig neu hinzukommenden Inhalte und wertvollen SchĂ€tze, sondern auch auf die technische Basis, auf der das Archiv aufgebaut ist. Ganz aktuell haben wir zum Beispiel ein Update live geschaltet, welches die Funktionen von ORKA weiter verbessert.

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Neben einigen kleineren optischen und inhaltlichen Verbesserungen wurden auch grĂ¶ĂŸere technische Anpassungen vorgenommen. Zudem bieten wir auch Neuerungen an: Wir haben beispielsweise die mobile Ansicht aktualisiert, es besteht nun die Möglichkeit einer Doppelseitenansicht, außerdem wurden die Suche sowie die Suchtrefferanzeige optimiert.

Daneben gibt es auch im ORKA-Maschinenraum Updates. Einige davon helfen uns, interne Prozesse zu optimieren, andere werden wir demnĂ€chst an den Start bringen. DarĂŒber halten wir Sie an dieser Stelle und auch ĂŒber andere KanĂ€le wie gewohnt auf dem Laufenden. Schreiben Sie uns aber gern jetzt schon, wenn Ihnen die neue ORKA-Version gefĂ€llt oder falls Sie Hinweise oder VerbesserungsvorschlĂ€ge fĂŒr uns haben: als Kommentar gleich hier im Blog oder per Mail.

 

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Ein Beitrag von Sabina LĂŒdemann und Matthias Schulze

In welcher Straße lebte Ihr Urgroßvater und welchen Beruf ĂŒbte er aus? Wem gehörte das Haus, in dem Ihre Großeltern lebten, frĂŒher und welche Familien lebten außerdem dort? Welche Adresse hatte eine bestimmte Behörde?

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Kasseler AdressbĂŒcher: Eine Fundgrube nicht nur fĂŒr die Familienforschung

In den Kasseler AdressbĂŒchern können Sie eine Antwort auf Ihre Fragen finden.  Sie sind eine wahre Fundgrube fĂŒr Informationen zum Alltagsleben und zur Sozialstruktur der Stadt Kassel. Enthalten sind dort neben der nach den Nachnamen geordneten Liste der Einwohner zum Beispiel HĂ€userverzeichnisse nach Straßen, EintrĂ€ge zu Behörden, Institutionen und Vereinen oder AuszĂŒge aus dem Handelsregister. Außerdem kann man auch allerlei anderes Wissenswertes ĂŒber die Stadt erfahren: SehenswĂŒrdigkeiten, FahrplĂ€ne der öffentlichen Verkehrsmittel, Theater und Konzerte oder auch stĂ€dtische Steuern und Schulgeld sind Informationen, die ein Adressbuch bieten kann. Weiterlesen Eine Fundgrube fĂŒr die regionalgeschichtliche Forschung: Kasseler AdressbĂŒcher 1834-1965

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Geheimnisvolle Zeichen: Das RÀtsel der Zauberhandschrift aus dem 18. Jahrhundert ist gelöst.

Schon einmal berichteten wir ĂŒber das rĂ€tselhafte Manuskript mit ZaubersprĂŒchen im Besitz der UB. Der von Wissenschaftlerinnen der Bibliothek entschlĂŒsselte Inhalt der Geheimschrift ist jetzt transkribiert und als Klartext unter dem Titel:
Man wirt ganz konfus von al Zeichen im Repository der UniversitÀt KOBRA zu finden.
Auf knapp 90 Seiten erstreckt sich der geheimnis- volle Text im Original. Statt Buchstaben enthÀlt er chiffrierte Schriftzeichen, dazwischen Planetensymbole und Zeichnungen von Geistern. Als die UniversitÀtsbibliothek das Manuskript 2012 erwarb, war den Expertinnen der Abteilung Sondersammlungen schnell klar, dass das Werk aus dem spÀten 18. Jahrhundert stammt. Doch was darin steht, blieb bis zur Dechiffrierung ein RÀtsel, daher der Arbeitstitel Zauberhandschrift.

Weiterlesen Zauberhandschrift – EntschlĂŒsselter Text jetzt in KOBRA

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Steigende ORKA-Nutzungszahlen belegen Interesse an historischen Dokumenten

Heute möchten wir Ihnen wieder einmal von ORKA berichten, eine unserer erfolgreichsten und beliebtesten Innovationen der letzten Jahre. ORKA ist das Onlinearchiv der UniversitĂ€t Kassel fĂŒr Handschriften, NachlĂ€sse, Fotos, Musikalien, Zeitschriften, Monografien und Karten. Dort finden Sie in hoher QualitĂ€t digitalisiert beispielsweise das Hildebrandlied, das Ă€lteste erhaltene germanische Heldenlied, KulturschĂ€tze wie den Nachlass der BrĂŒder Grimm, aber auch die historischen Kassel-Bilder von Hans Germandi.

Die von uns digitalisierten, kulturhistorisch bedeutsamen Quellen werden fĂŒr den privaten und wissenschaftlichen Gebrauch kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt. Gestartet sind wir mit ORKA im Jahr 2011. Inzwischen hat sich die Plattform etabliert und ist Anlaufstelle fĂŒr Forschende aus aller Welt, aber auch fĂŒr Nutzerinnen und Nutzer aus der Region und Kassel-Fans, die ihrem Interesse an Handschriften, AdressbĂŒchern, Bildern, Fotos und Textdokumenten jederzeit und von ĂŒberall her nachgehen können. Aktuell enthĂ€lt ORKA knapp 16.500 Dokumente und ĂŒber 400.000 digitalisierte Seiten. Die Besucherzahlen haben sich in den letzten vier Jahren mehr als verdreifacht. 2015 hatte ORKA insgesamt ĂŒber 30.000 Besucher, die sich nahezu  750.000 Seiten angesehen haben.

Dieser positive Trend freut uns natĂŒrlich sehr und wir arbeiten weiter daran, ORKA noch attraktiver fĂŒr Sie zu machen. Im letzten Jahr haben wir Layout und FunktionalitĂ€t der Startseite verbessert und ORKA auch fĂŒr die Nutzung auf verschiedenen EndgerĂ€ten optimiert. In diesem Jahr planen wir unter anderem, die Inhalte ĂŒber eine Weitergabe an die Deutsche Digitale Bibliothek weltweit noch besser sichtbar und den Grimm-Bestand, der  durch das gemeinsame Projekt mit dem Staatsarchiv Marburg bestĂ€ndig wĂ€chst, noch einfacher zugĂ€nglich zu machen. Wenn es soweit ist, werden wir Sie mit aktuellen BlogbeitrĂ€gen ĂŒber die Weiterentwicklungen und Verbesserungen informieren. Und damit ORKA noch besser werden kann:  Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen, Fragen und Anregungen!

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ORKAneu

Digitalisate wertvoller historischer Originale: im Online-Archiv ORKA der UniversitÀt Kassel

Jacob Grimm: Taciti GermaniaGrimm 340 L 396

Frei zugĂ€ngliche Hochschulschrift ĂŒber BASE

Nachdem im FrĂŒhjahr 2015 die erste Phase des Projekts Grimmiana zwischen dem Hessischen Staatsarchiv Marburg und der UB Kassel erfolgreich abgeschlossen werden konnte, hat in diesen Tagen die zweite Projektphase begonnen.
Waren im ersten Teil des hessischen Gemeinschaftsvorhabens vor allem Briefe und andere handschriftliche Dokumente der Familie Grimm digitalisiert, bearbeitet und ĂŒber ORKA, das Online-Archiv der UniversitĂ€t Kassel, weltweit kostenfrei bereitgestellt worden, geht es im zweiten Teil um die Digitalisierung von Bildern, Rezensionen und historischen Handexemplaren der ForscherbrĂŒder. Hierbei handelt es sich um insgesamt 35 wertvolle Ausgaben, darunter Exemplare von eigenen Werken der Grimms und auch Werke anderer Autoren mit handschriftlichen Eintragungen von Jacob und Wilhelm Grimm. Außerdem im Paket enthalten sind etwa zwei Dutzend mit Anmerkungen versehene Sonderdrucke von Akademievorlesungen Jacob Grimms. Dabei stellt das Staatsarchiv die Dokumente, einen Teil der Digitalisate und die dazugehörigen Verzeichnungsdaten zur VerfĂŒgung, wĂ€hrend die UniversitĂ€tsbibliothek in Kooperation mit einem externen Dienstleister den Hauptteil der Digitalisierung und deren PrĂ€sentation in ORKA ĂŒbernimmt. DarĂŒberhinaus sind die Digitalisate des Grimmiana-Projekts auch ĂŒber Arcinsys, die Online-Datenbank des Hessischen Landesarchivs abrufbar.

Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben weiterhin von Professor Dr. Holger Ehrhardt, Inhaber der Grimm-Stiftungsprofessur der UniversitÀt Kassel. Abschluss des Projekts wird die PrÀsentation der Grimmiana in einem eigenen Grimmportal sein.

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Wenn Sie sich ein bisschen durch unsere Website geklickt haben oder zufĂ€llig auf bestimmten Seiten gelandet sind, werden Sie vielleicht ĂŒber ein paar „Tiere“ gestolpert sein. Haben Sie sich schon mal gefragt, wer oder was ORKA, KOBRA und PUMA sind?

In den nÀchsten Wochen möchten wir Licht ins Dunkel bringen und unsere einzelnen Dienstleistungen vorstellen.

Heute beginnen wir als Erstes mit ORKA:

ORKA – der Free Willy Kassels
ORKAORKA (Online Repository KAssel) ist eine Online-Plattform fĂŒr Fotos, Handschriften und Briefe, die von der Bibliothek digitalisiert und fĂŒr Sie kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt werden. Mit Hilfe von ORKA können wir die alten Dokumente zugĂ€nglich machen und gleichzeitig die Originale in einer geschĂŒtzten Umgebung aufbewahren.

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Nachruf zum Tode von Hans Germandi

Hans Germandi (1925-2014)

Hans Germandi (1925-2014)

Die Erinnerung an das alte Kassel zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben, war das erklĂ€rte Ziel des Kasseler BĂŒrgers und TrĂ€gers des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Hans Germandi. Tausende von Filmaufnahmen, Fotografien, Dias und Postkarten hat er ĂŒber die Jahre gesammelt und sie auf seinen zahlreichen VortrĂ€gen zur Kasseler Geschichte einem  interessierten Publikum weitergegeben.

Hans Germandi sah in der UniversitĂ€tsbibliothek die GedĂ€chtnisinstitution der Region, die mit ihren modernen technischen Möglichkeiten die Erinnerung an das alte Kassel jedem zugĂ€nglich machen soll. Seit Jahren gab es immer wieder intensive GesprĂ€che zwischen Hans Germandi und dem leitenden Bibliotheksdirektor, Dr. Axel Halle. Hans Germandi berichtete ihm immer wieder glĂŒcklich, dass er nicht nur in Kassel hĂ€ufig darauf angesprochen werde, dass seine VortrĂ€ge und Bilder in hervorragender QualitĂ€t ĂŒber die Webseiten der UniversitĂ€tsbibliothek angeschaut werden können. Er war stolz, dass sein archivalisches Erbe auf diesem Wege ĂŒber seinen Tod hinaus der Bevölkerung und allen, die sich mit Kassel verbunden fĂŒhlen, zugĂ€nglich bleiben werde. Im Onlinearchiv ORKA der UniversitĂ€tsbibliothek stehen Sammlungen und LichtbildervortrĂ€ge weltweit zur VerfĂŒgung. Im April 2013 konnte das Projekt mit der Archivierung einer Sammlung von historischen Postkarten aus seinem Besitz abgeschlossen werden.

Floßbau an der Schlagd - Kassel, 1936

Floßbau an der Schlagd – Kassel, 1936

„Die UniversitĂ€tsbibliothek schĂ€tzt Hans Germandi als unermĂŒdliche Stimme der Erinnerung und bedauert zutiefst seinen plötzlichen Tod,“ so Dr. Axel Halle. „Es ist sein großes Verdienst, dass er nicht nur zu Lebzeiten fĂŒr diese Erinnerung im Einsatz war, sondern darĂŒber hinaus fĂŒr die Erhaltung derselben gesorgt und sein GedĂ€chtnis der UniversitĂ€tsbibliothek Kassel anvertraut hat.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UB, die mit ihm an der Umsetzung dieses Vorhabens gearbeitet haben, erinnern sich gern an die GesprĂ€che mit Hans Germandi, der mit seinem Wissen und seinen Anekdoten aus der „guten alten Zeit“ eine Seite von Kassel lebendig machte, die nur noch an wenigen PlĂ€tzen der Stadt zu erleben ist. Als eine Stimme der Erinnerung ist sein unnachahmlicher Kasseler Zungenschlag unvergesslich, und die Namen so mancher Straßen, die seit dem Bombenhagel im Oktober 1943 nicht mehr existieren, bleiben durch seine ErzĂ€hlungen vielen Menschen im GedĂ€chtnis.

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Hessentag

Kompetent und gut gelaunt (von links nach rechts): Sibylle Kammler, Maike Reinhard, Sabine Ronniger und Johanna Hesse

„Das hat Spaß gemacht!“, da waren sich alle Kolleginnen einig, die letzte Woche am Stand der Unibibliothek auf dem Hessentag arbeiteten. Zusammen mit Fachbereich 2 (Geistes- und Kulturwissenschaften) durften wir die UniversitĂ€t Kassel am Freitag reprĂ€sentieren.
WĂ€hrend die Kollegen der Germanistik zahlreiche SchĂŒler und Kasseler BĂŒrger einem kurzweiligen Grammatiktest unterzogen, stellten wir einen BĂŒcherflohmarkt zusammen und sammelten fĂŒr die Restaurierung unserer historischen BestĂ€nde. Interessierte Besucher erhielten von uns darĂŒber hinaus einen Einblick in alte Bilder und Dokumente ihrer Heimatstadt Kassel, die wir auf unserem Dokumentenserver ORKA bereitstellen. Und natĂŒrlich beantworteten wir auch jegliche Fragen rund um die Bibliothek.

Um 21 Uhr waren die meisten unserer mitgebrachten BĂŒcherkisten leer. Über die eingenommenen 700 Euro haben wir uns sehr gefreut. Damit können wir eines unserer wertvollen alten Werke restaurieren lassen. Und werden darĂŒber dann natĂŒrlich auch in unserem Blog informieren.

Und das ResĂŒmee: schade, dass der Hessentag nĂ€chstes Jahr nicht wieder in Kassel stattfinden kann. Wir wĂ€ren dabei!!

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