Publikationsfonds

oaZu einer Podiumsdiskussion zum Thema
Open Access – Wissenschaftliches Publizieren im Wandel
am Donnerstag, 5. November 2015 um 18 Uhr

im Senatssaal (R.2101) im Sophie-Henschel-Haus, Mönchebergstraße 3
lädt die Universitätsbibliothek herzlich ein.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Kassel sind seit 2005 nachdrücklich dazu aufgefordert, ihre Urheberrechte wahrzunehmen und wissenschaftliche Publikationen auch frei im Internet zu veröffentlichen.
Mit ihrer Open-Access-Policy und der Unterschrift unter die Berliner Erklärung positioniert sich die Universität für einen ungehinderten Zugang zu qualitativ hochwertigen und referenzierten wissenschaftlichen Publikationen.

Der an der Universität Kassel 2013 eingeführte und DFG-geförderte Publikationsfonds übernimmt die Autorengebühren für Veröffentlichungen in Open-Access-Journals und gewährleistet damit die zügige Bereitstellung der Dokumente im Netz sowie den weltweit kostenfreien Zugriff auf dieselben. Laut einer Max-Planck-Studie liegen hier die Kosten einer Veröffentlichung bei durchschnittlich 1.200 bis 1.300 Euro. Im gegenwärtigen System der klassischen kostenpflichtigen Zeitschriften kostet den Steuerzahler die Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Artikels etwa 5.000 Euro. Trotzdem kommt der Wechsel hin zu Open-Access-Publikationen in einigen Fachkulturen nur zögerlich in Gang, gelten doch Veröffentlichungen in den klassischen kostenpflichtigen Publikationen in vielen Disziplinen noch als der akademische Königsweg.

Die Veranstaltung bringt Befürworter und Kritiker der unterschiedlichen Publikationswege zusammen. Sie werden der Frage nachgehen, wie sich die Verwertungsrechte der Autoren, aber auch die finanziell höchst angespannte Situation der Bibliotheken angesichts der aktuellen Marktsituation zukunftsweisend verbessern lassen.

Impulsreferat: Dr. Frank Schimmer, Max-Planck-Digital Library, München
Moderation: Margo Bagheer, SUB Göttingen

Diskussionsteilnehmer:
Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Institut für Wirtschaftsrecht, CIO der Universität Kassel
Prof. Dr. Christiane Koch, Institut für Physik
Prof. Dr. Jan Hemming, Institut für Musik
Dr. Tobias Pohlmann, Open Access-Beauftragter der UB Kassel

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Für die freie Weitergabe von Wissen: Open Access

Für die freie Weitergabe wissenschaftlicher Publikationen: Open Access

Open Access ist und bleibt eines der aktuellen Themen in der wissenschaftlichen Welt. Dies galt für die vergangenen Jahre und wird 2015 nicht anders sein. In unserem Blog haben wir  schon mehrfach über Open Access (OA) und die Möglichkeit geschrieben, Wissenschaftspublikationen allen Interessierten gleichermaßen und kostenfrei zugänglich zu machen. Und damit vorbeizumarschieren an den großen Wissenschafts-verlagen und deren weidlich ausgenutzten Monopol-Stellung.

Die Max-Planck-Gesellschaft, Mitbegründerin der internationalen Open Access-Bewegung, schreibt auf ihrer Internetseite: „Open Access meint, dass wissenschaftliche Literatur kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sein sollte, so dass Interessierte die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren jenseits von denen, die mit dem Internet-Zugang selbst verbunden sind.“

Das meinen wir auch und machen uns seit Jahren stark für OA. So starteten wir bereits 2013 mit einem Publikationsfonds, der 2014 zum ersten Mal von der DFG mitfinanziert wurde und es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglicht, Autorengebühren für OA-Zeitschriftenartikel zu finanzieren.
Zehn Artikel konnten so im letzten Jahr daraus finanziert werden, zwei davon publiziert von Prof. Dr. Christiane Koch, Professorin für Theoretische Physik an der Universität Kassel. In einem Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen mit dem Open Access-Fonds.

„Die gute Mittelausschöpfung des letzten Jahres ermöglichte uns, einen Verlängerungsantrag über die doppelte Menge zu stellen. Mit seiner Bewilligung stehen uns für 2015 insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung. Diese werden zu 75% von der DFG finanziert, den Rest trägt die Universitätsbibliothek,“ so Dr. Tobias Pohlmann, Open-Access-Beauftragter der Universität.

Und Open Access macht sich: betrug der OA-Anteil der im Web of Science nachgewiesenen Zeitschriftenartikel 1995 gerade mal knapp 2%, liegt er mittlerweile über 10%. Der Anstieg in jüngster Zeit war enorm.

Dies alles sind gute Nachrichten. Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Universität ebenso wie für uns Bibliothekarinnen und Bibliothekare. Zeigt uns doch diese Entwicklung, dass wir mit dem Open Access-Weg einen zukunftsträchtigen Pfad gewählt haben.

 

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Besuchen Sie uns an unserem Infostand vor der Mensa!

Besuchen Sie uns an unserem Infostand vor der Mensa!

Was genau ist eigentlich OpenAccess?

Vielleicht haben Sie unseren letzten Blogbeitrag zu OpenAccess gelesen und dabei von unserem neuen Publikationsfonds für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Kassel erfahren.

Wenn Sie inzwischen dazu Fragen haben, weil Sie selbst eine wissenschaftliche Publikation planen oder gerne Näheres zu den Fondsfördermitteln wissen wollen, besuchen Sie uns an unserem Infostand zur internationalen Open Access Week:


Montag, 21. Oktober
Mensa Standort Witzenhausen
Dienstag, 22. Oktober Mensa Standort Oberzwehren, HPS
Mittwoch, 23. Oktober Hauptmensa Holländischer Platz
Donnerstag, 24. Oktober Mensa Standort Wilhelmshöher Allee
jeweils von 12 bis 14 Uhr.

Mehr Informationen über Open Access finden Sie auf unserer Internetseite
oder in einem spannenden kurzen OpenAccessVideo zum Thema.

 

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Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) verzeichnet einen mehr als achtfachen Anstieg in den vergangenen neun Jahren

Es geht bergauf: das Directory of Open Access Journals (DOAJ) zeigt, dass sich die Zahl der verzeichneten wissenschaftlichen OA-Zeitschriften in den letzten zehn Jahren mehr als verachtfacht hat.

Eine gute Nachricht für die Open Access-Initiative gab es unlängst, als bekannt wurde, dass die Deutsche Forschungs-Gemeinschaft (DFG) den von der Universität Kassel beantragten Publikationsfonds in vollem Umfang bewilligt. Somit stehen der Universität im nächsten Jahr 10.000 Euro zur Verfügung, mit denen sie die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften finanzieren und somit den Wissenschaftlern der Universität die Veröffentlichungskosten abnehmen kann. Die Uni Kassel befindet sich mit dieser Aktion in bester Gesellschaft, denn eine Reihe großer und renommierter deutscher Universitäten, wie z.B. Göttingen, Berlin, Bayreuth, Freiburg, Münster und Hannover nutzen bereits diesen Publikationsfonds. Weiterlesen DFG bewilligt Publikationsfonds : jetzt in Open Access Zeitschriften kostenfrei veröffentlichen

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Es gibt Entwicklungen, Trends und Neuerungen, die sind schneller als der Schall. Sie tauchen auf wie aus dem Nichts und sind gleich allgegenwärtig. Sofort finden sie ihren Platz in der Gesellschaft und sind von dort nicht mehr wegzudenken. Sie faszinieren und begeistern. Sie überrollen uns wie Wellenbrecher. Und wir alle machen mit.

Sie kommt, sieht und siegt: die Open Access Bewegung ist nicht mehr aufzuhalten

Open Access: kein Wellenbrecher, aber eine richtig gute Sache!

Und dann gibt es Entwicklungen, die brauchen ihre Zeit, auch wenn sie mindestens ebenso genial und wichtig sind. Man beäugt sie, ist unsicher. Und braucht manchmal einen kleinen Schubs, eh man den Sprung wagt. Open Access ist ein Beispiel dafür. Unterstützt und befürwortet von vielen öffentlichen Stellen, gefördert von der Bundesregierung und anerkannt von Wissenschaftlern der ganzen Welt, vermag diese Initiative doch nicht der Wellenbrecher zu sein, der alle und alles mitreisst. Schade! Denn es ist an der Zeit, den wissenschaftlichen Zeitschriftenverlagen und ihren in schwindelnde Höhen steigenden Abonnementspreisen Einhalt zu gebieten.

Aus diesem Grund hat es sich die Universität Kassel zur Aufgabe gemacht, Ihre Bedenken zu zerstreuen und Ihnen den Sprung Richtung Open Access zu erleichtern. Und so bemühen wir uns derzeit um eine Förderung der DFG zur Errichtung eines Publikationsfonds für das Jahr 2014. Ziel dieses Fonds ist es, die möglicherweise anfallenden Veröffentlichungskosten von Beiträgen in Open-Access-Zeitschriften zu übernehmen und Ihnen damit einen weiteren Anreiz zu geben, auf diesem Weg zu publizieren.

Doch weil wir Sie bereits schon jetzt unterstützen wollen, hat die Universitätsbibliothek beschlossen, einen kleinen Fonds in Höhe von 5.000 Euro aus ihren eigenen Mitteln zur Verfügung zu stellen.

Welche Anforderungen Sie erfüllen müssen, um auf diese Mittel zugreifen zu können, lesen Sie auf unseren aktualisierten Webseiten zu Open Access. Hier finden Sie auch weitergehende Informationen, ebenso wie die Kontaktadresse unseres neuen Open Access-Beauftragten, Herrn Dr. Tobias Pohlmann, an den Sie sich mit Fragen und Anregungen gern wenden können.

Uns ist es ein Anliegen, Open Access zu fördern und zu unterstützen, und aus dieser guten Sache den Wellenbrecher zu machen, der es sein sollte.

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