Gespräch mit Gunnar Richter über Kunst und Politik: Arbeit des Documenta-Künstlers auf KOBRA abrufbar

Dr. Gunnar Richter publiziert erfolgreich mit der Universitätsbibliothek Kassel. Er ist Mitbegründer und Leiter der Gedenkstätte Breitenau.
Dass Documenta-Künstler ihre Arbeit auf dem Hochschulschriftenserver der Universität Kassel veröffentlichen, ist wohl eher selten. Der Leiter der Gedenkstätte Breitenau, Gunnar Richter, ist auf der aktuellen dOCUMENTA (13) als Künstler mit dabei. Seine Dissertation mit dem Titel „Das Arbeitserziehungslager Breitenau“ hat er online auf KOBRA veröffentlicht und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie ist das Ergebnis eines umfangreichen Forschungsprozesses, der mit der Gründung der Projektgruppe Breitenau und seiner ersten Präsentation begann, die nach 30 Jahren erstmals auf der Documenta zu sehen ist. Dabei verbindet Gunnar Richter schon eine lange Geschichte mit der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. In einem Gespräch vor seinem Pavillon in der Karlsaue erklärt Gunnar Richter sein Werk, das Verhältnis von Kunst und Politik und geht auf aktuelle Entwicklungen bei der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Breitenaus ein.
Die Sache mit den Verlagen

Wer soll das bezahlen? Die Preise mancher Zeitschriften - egal ob Print- oder Digitalausgabe - steigen ins Unermessliche
Man sollte meinen, wenn es zwei gibt, die in Eintracht und Harmonie miteinander leben können, dann sind das Bibliotheken und Verlage. Beide sind aufeinander angewiesen, voneinander in gewisser Weise abhängig und sollten an einem Strang ziehen.
Dass dies oft leider nicht so ist, zeigt die Preispolitik des weltweit größten Wissenschaftsverlages, Reed Elsevier. Obgleich die in den wissenschaftlichen Zeitschriften des Verlages erscheinenden Artikel dem Verlag kostenfrei abgegeben werden und die Qualitätsprüfung (Peer-Review) von Wissenschaftlern ebenfalls kostenfrei geleistet wird, werden für die Abonnements einer Zeitschrift i.d.R. Preise von vielen tausend bis über 20.000 Euro verlangt.
Da viele dieser Zeitschriften für die Wissenschaft unverzichtbar sind, setzt Elsevier seit vielen Jahren Preissteigerungen durch, die deutlich über der Inflationsrate liegen. Das können sich die Bibliotheken nicht mehr länger leisten. Weiterlesen Die Sache mit den Verlagen
Speech acts: John Searle’s Kassel lecture online

Professor John Searle an der Uni Kassel: Er gehört zu den einflussreichsten Philosophen der Gegenwart.
Sprechen bedeutet handeln. Sprache beschreibt nie nur Wirklichkeit, sondern produziert sie. Zum Beispiel Geld. Sprachakte als soziale Handlungen zu verstehen, das ist ein Verdienst des US-amerikanischen Philosophen John Searle. Seine Vorlesung zum Thema „Language and Social Ontology“, die er am 30. Mai an der Universität Kassel gehalten hat, ist jetzt auf dem Hochschulschriftenserver KOBRA als MP3 abrufbar. Die Kassel lecture kann man als grundlegende Einführung in sein Denken hören. Searls Ansatz, Sprache als konstitutiv für die soziale Wirklichkeit zu beschreiben, macht ihn über die Philosophie und Linguistik hinaus interessant, vor allem für die Sozialwissenschaften. Seine Vorlesung im voll besetzten Hörsaal I (450 Plätze) hatte jedoch nicht nur inhaltlich ihre Reize.
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Zweite Lange Schreibnacht in der Bibliothek
Endlich ist es wieder soweit: Am 19. Juli bietet die Universitätsbibliothek
gemeinsam mit dem Projekt self-made-students des Servicecenter Lehre und weiteren Kooperationspartnern aus Fachbereich 2, Sprachenzentrum und ITS sowie dem Studentenwerk eine neue Gelegenheit, sich eine Nacht lang frischen Schwung für die eigene wissenschaftliche Textarbeit abzuholen.
Inspiriert durch die bundesweite Initiative der Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten war das Schreibnacht-Team im vergangenen Jahr mit einem eigenen Kasseler Modell gestartet. Der Erfolg war überwältigend. Mehrere hundert Studierende nahmen an der ersten Langen Schreibnacht in der Bibliothek teil und wünschten sich mehr Angebote dieser Art.
Auch in diesem Jahr wird die Bibliothek am Holländischen Platz wieder eine ganze Nacht hindurch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geöffnet sein.
Von 20 Uhr bis 8 Uhr morgens werden Veranstaltungen rund um das Thema Wissenschaftliche Arbeiten schreiben angeboten. Auf dem Programm stehen unter anderem Hilfen zur Organisation von Hausarbeiten, zur Textproduktion sowie Literaturrecherche oder den effektiven Umgang mit Internetquellen.
Neu im Angebot sind die Schreibberatung für internationale Studierende und Notebook- und WLAN-Service von Mitarbeitern des ITS.
Für die kreativen Pausen zwischendurch gibt es Yoga und BrainGym. Und wer allein zurechtkommt, kann das Haus auch für eigene Recherchen und Schreibarbeiten ohne Teilnahme am Begleitprogramm nutzen. Ein gemeinsames Frühstück beendet die Veranstaltung am nächsten Morgen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Infos und Anmeldung unter: http://www.ub.uni-kassel.de/langeschreibnacht.html
Die Eule verabschiedet sich
Zum letzten Mal vor der Sanierung der Murhardschen Bibliothek
lädt die Universitätsbibliothek Kassel sehr herzlich ein zum
Treffpunkt Eulensaal am Dienstag, 26. Juni 2012, 18 Uhr
in der Murhardschen Bibliothek Brüder-Grimm-Platz 4a
„Gestohlen, verloren, restituiert“
Das Schicksal der Kasseler Büchersammlungen im 20. Jahrhundert
Einblicke in die wechselvolle Geschichte von Verlust und Rückgewinnung
von Dr. Holger Ehrhardt, Dr. Axel Halle und Dr. Konrad Wiedemann
Beitrag zum dOCUMENTA (13) Stadtprogramm
Eintritt frei
Zentrale Themen der dOCUMENTA (13) sind Zusammenbruch und Wiederaufbau.
Zwei der künstlerischen Arbeiten im Museum Fridericianum befassen sich vor diesem Hintergrund mit der Geschichte des Gebäudes und der dort bis 1941 beheimateten Landesbibliothek.
Mariam Ghanis Videoinstallation erläutert die Geschichte des Museum Fridericianum im Kontrast zum Dar ul-Aman- (Wohnsitz des Friedens-) Palast in Kabul.
Michael Rakowitz hat Artefakte und eine Rauminstallation einiger der verlorenen und zerstörten Handschriftenschätze der Landesbibliothek geschaffen. Das ist Anlass für die Universitätsbibliothek Kassel, auf die Geschichte ihrer Gebäude und Bestände im 20. Jahrhundert zu blicken. Weiterlesen Die Eule verabschiedet sich
Sanierung der Murhardschen Bibliothek: der neue Handschriften-Lesesaal
Haben Sie auch schon mal im Lesesaal der Murhardschen Bibliothek gesessen? Und wenn ja: waren Sie eher einer der konzentriert Arbeitenden oder – wie ich – eher einer derjenigen, der vom konzentrierten Arbeiten der anderen fasziniert war? Welcher Typ auch immer, sicher stimmen Sie mir zu: er hat so das gewisse Etwas, dieser Lesesaal. Ist angenehm in Raumlicht und -aufteilung, hat seine ganz eigene Atmosphäre. Es ist schön, hier zu sein.
Oder besser gesagt: es war schön…, denn leider können wir ihn aufgrund von brandschutztechnischen Mängeln seit November letzten Jahres für die Nutzer in seiner Funktion als Lese- und Arbeitsraum nicht mehr zur Verfügung stellen (wir berichteten damals auf unserer Aktuelles-Seite). Weiterlesen Sanierung der Murhardschen Bibliothek: der neue Handschriften-Lesesaal
Multimediathek vorerst wieder nutzbar
Nachdem der Schaden an der Sprinkler-Anlage behoben wurde, ist die Multimediathek nun vorerst wieder zur Benutzung freigegeben.
Durch die erforderlichen Sanierungsarbeiten kann es hier allerdings erneut zu Einschränkungen kommen. Wir werden darüber zu gegebener Zeit informieren.
Wasserschaden in der Multimediathek!
In der Multimediathek (mmt) sind aufgrund eines Wasserschadens zur Zeit nur die Hälfte der Arbeitsplätze nutzbar. Der angrenzende Scan- und Kopierraum steht ebenfalls nicht zur Verfügung.
Sobald die Räume wieder zur Nutzung freigegeben werden, werden wir informieren.
Über das Lernen und das Lachen
Eine Bibliothek ist ein Ort mit vielen Funktionen: hier wird recherchiert, gelesen, gearbeitet, kopiert, gescannt, gedruckt, gelernt und gelacht. Und alles wild durcheinander. Da treffen Orientierung suchende neue Nutzer auf Doktoranden im Prüfungsstress, unternehmungslustige Arbeitsgruppen auf ruhebedürftige Zeitungsleser und neugierige Schüler auf still forschende Wissenschaftler. Eigentlich faszinierend – und doch für uns Bibliothekare mitunter nicht ganz einfach, denn: wie können wir hier jedem Bedürfnis gerecht werden? Weiterlesen Über das Lernen und das Lachen



