Die UB Kassel ist überzeugte Befürworterin von Open Access (OA), denn die Veröffentlichung in frei zugänglichen Formaten bietet einige Vorteile: Open Access erhöht die Sichtbarkeit der Forschung, entlastet Lehrende von Copyright-Sorgen zur Nutzung von Kopien in Vorlesungen und ermöglicht Interessierten innerhalb wie außerhalb der Uni Zugang zu Wissen [1]. Doch gerade für Zeitschriften der Geistes- und Sozialwissenschaften ist die Finanzierung von Open Access oft ein Problem.
Auch in diesem Jahr werden wir an dieser Stelle wieder spannende Tipps aus dem Citavi-Team weitergeben. Im ersten Tipp geht es um die Frage: Wie kann ich am schnellsten die Literaturliste aus einem Aufsatz in mein Projekt übernehmen? In Sachen CITAVI auf dem Laufenden bleiben Sie außerdem über den CITAVI-Blog.
Und so funktioniert’s: Kopieren Sie die Literaturliste in die Zwischenablage und nutzen Sie die Funktion Formatierte Bibliographie importieren. Das geht auch direkt aus der Vorschau, wenn Sie die gewünschten Titel markieren.
Citavi wird für jeden Titel eine Recherche durchführen und Ihnen die Treffer zum Import anbieten. Die besten Ergebnisse erhalten Sie mit englischsprachiger, aktueller Literatur aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Entscheidend ist, dass Sie für die Recherche thematisch passende Datenbanken wählen. Sie können je nach Thema mit einer Trefferquote von 30 bis 50% rechnen. Nein, das hört sich zu pessimistisch an, es muss heißen: Bis zur Hälfte der Handarbeit können Sie sich so ersparen.
Extra-Tipp: Wenn in Ihrer Literaturliste viele Aufsätze eine DOI-Adresse oder Bücher eine ISBN haben, gibt es einen schnelleren Weg als die Recherche. Kopieren Sie die gesamte Liste und nutzen Sie Funktion Titel abrufen per ID.
Dieser Beitrag – ausgenommen Zitate und anderweitig gekennzeichnete Teile – ist unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung International (CC BY 4.0) lizenziert. Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.
Hier mal wieder ein aktueller Tipp aus der Citavi-Redaktion: Mein Laptop wurde geklaut. Ich hatte meine Projekte nur auf dem Rechner gespeichert. Wie rette ich meine Dissertation? Das ist eine furchtbare Situation. Wir hören leider oft von Diebstählen oder Festplattenschäden. Drei Schritte sind jetzt zu gehen …
Mit den aktuellen Citavi Tipps immer eine Nasenlänge voraus!
Ein Beitrag von Dr. Brigitte Pfeil, Leitung Abteilung IV: Landesbibliothek und Leitung Sondersammlungen und Dr. Timo Kirschberger, Fachreferat Hassiaca
Nun gut, mit der Bayerischen Staatsbibliothek, die inzwischen 2,5 Millionen Digitalisate online gestellt hat, können wir natürlich nicht mithalten … Trotzdem sind wir schon auch ein bisschen stolz darauf, dass wir heute in ORKA das 20.000ste Objekt online gestellt haben.
Lehrbrief des Gärtnergesellen Heinrich Schuriem, Kassel, 1808
Smartphone- und Tablet-freundlicher, aber auch mit neuem Design und verbesserten Funktionen gehen die beiden Blog-Auftritte der Universitätsbibliothek heute an den Start. Im Blog schreiben wir über Neues in der UB: neue elektronische Angebote, technische Verbesserungen, neue Services ebenso wie über wertvolle Neuerwerbungen für die Sondersammlungen oder Veranstaltungen. Der Bau-Blog hält Sie auf dem Laufenden, was die Sanierung an unseren beiden großen Standorten Campusbibliothek und Murhardsche Bibliothek betrifft.
Auch Bibliotheken brauchen einen Freundeskreis. Insbesondere solche, die, wie die UB Kassel, einen wertvollen Altbestand besitzen, der erhalten und gepflegt werden muss. Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben 2006 den Freundeskreis der Landes- und Murhardschen Bibliothek gegründet und seitdem die Kosten für zahlreiche Reparaturen und Restaurierungen teilweise oder sogar vollständig übernommen. Mitgliederbeiträge, wie auch große und kleine Spenden helfen, das schriftliche historische Erbe der Region zu bewahren und nach Abschluss der Sanierung auch wieder in Ausstellungen zu zeigen.
Signatur: 8° Ms. chem. 11
Benedictus Figulus: Sammlung spagyrischer Rezepte, Praktiken und Trakate, Signatur: 8° chem. 25
Benedictus Figulus: Sammlung spagyrischer Rezepte, Praktiken und Trakate, Signatur: 8° chem. 25
Werden auch Sie Mitglied und genießen Sie exklusive Veranstaltungen speziell für unsere Freundinnen und Freunde. Dazu gehört unter anderem auch der jährliche Besuch des Handschriftenlesesaals mit einer Präsentation wertvoller Stücke aus dem historischen Bestand. Einige Impressionen aus der Veranstaltung im Oktober, sind in der Bildergalerie zu sehen (s.o.).
Wie Sie Mitglied werden können? Schreiben Sie eine E-Mail an: direktion@bibliothek.uni-kassel.de oder rufen Sie uns an: +49 561 804-2117.
Als die Universität Kassel im November 2005 eine Open-Access-Policy verabschiedete, war sie eine der ersten in Deutschland und Vorreiterin. Die Policy empfahl den Grünen Weg des Open Access, also die frei zugängliche Zweitveröffentlichung von Zeitschriftenartikeln auf Schriftenservern wie dem universitätseigenen KOBRA. Im Sommer 2018 wurde sie umfassend um die Empfehlungen erweitert, in Gold-Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen, bei diesen in Herausgeber- und Gutachterollen mitzuwirken und den Übergang von Subskriptionszeitschriften zum Open Access zu unterstützen. Wenn Sie Ihre eigene Open-Access-Zeitschrift herausgeben wollen, steht Ihnen beispielsweise Open Journal Systems der UB zur Verfügung. Weiterlesen Open Access Week 2019: Gold hui – Grün pfui?
Die Max Planck Digital Library (MPDL) ist ein starker Befürworter von Open Access und bewegt in diesem Bereich viel. Sie ist Initiatorin der OA2020-Mission, die auch die Universität Kassel unterzeichnet hat. Ihr stellvertretender Leiter Dr. Ralf Schimmer hob in seinem Vortrag zur Open Access Week 2015 an der Universität Kassel hervor, dass es der Open-Access-Bewegung auch viele Jahre nach der Budapest Open Access Initiative nicht gelungen ist, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem Publikationsverhalten maßgeblich zu beeinflussen. Zwar wird Open Access in Umfragen meist positiv bewertet, dennoch ändert dies nicht viel daran, dass nach wie vor Subskriptionszeitschriften renommierter Verlage bevorzugt werden, möglichst noch mit hohem Impact Factor, wenngleich dieser nichts über die Qualität einzelner Artikel aussagt. Der Anteil an Gold-Open-Access-Artikeln lag 2015 bei mageren 13%. Weiterlesen Open Access Week 2019: Transformation im großen Stil mit DEAL?
In unserem gestrigen Beitrag haben wir über unseren Open-Access-Publikationsfonds berichtet. Er steht allen Angehörigen unserer Universität zur Verfügung, wird aber nicht von allen gleichermaßen angenommen. Rund zwei Drittel der Nutzerinnen und Nutzer gehören den Fachbereichen 10 (Mathematik und Naturwissenschaften) und 11 (Ökologische Agrarwissenschaften) an, gefolgt vom Fachbereich 01 (Humanwissenschaften) mit etwa 10%, wobei es sich hier fast ausschließlich um Publikationen in der Psychologie handelt.
Verteilung der Nutzung unseres Open-Access-Publikationsfonds auf die Fachbereiche (n=186, Stand 17.10.2019)
In den Naturwissenschaften, den Life Sciences und der Medizin, also jenen Disziplinen, die traditionell vergleichsweise gut mit Forschungsgeldern ausgestattet sind, haben sich APC-finanzierte Gold-Open-Access-Zeitschriften etablieren können. In den Geistes- und Sozialwissenschaften haben sie sich nicht durchgesetzt. Weiterlesen Open Access Week 2019: Ein Modell für alle Disziplinen?
Seit 2013 verwaltet die UB den Open-Access-Publikationsfonds der Universität Kassel. Was klein anfing, hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. 186 Artikel (Stand 17.10.2019) in reinen Gold-Open-Access-Zeitschriften haben wir inzwischen finanziert. Seit 2018 nimmt die Nachfrage rasant zu. Die tatsächlichen Ausgaben überschreiten die ursprünglich eingeplanten Summen bei weitem. Diese Entwicklung ist einerseits erfreulich, zeigt sie doch, dass Open Access an der Universität Kassel zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aber sie ist auch eine Herausforderung. Weiterlesen Open Access Week 2019: APC – eine gute Idee?